Schicke Öko-Mode

by ekiah on 2. Dezember 2010

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Bisher dachten wir ja, dass die Worte Öko-Mode und schick sich gegenseitig völlig ausschließen.
Öko-Mode, das waren doch diese Schlabberteile in den unansehnlichen Farben und Formen, die mit ausgetretenen flachen Schuhen kombiniert wurden und deren Trägerinnen zum Frühstück das selbst zusammengestellte Müsli aßen.

Das ist natürlich ein Klischée – aber mal im Ernst – Öko-Mode hat uns bisher nicht vom Hocker gerissen.

Selbst als C&A und H&M ihre eigenen Öko-Labels herausbrachten, waren wir eher skeptisch und verhalten.

Doch nun wird der Öko-Mode-Markt aufgerollt und zwar von der Firma Hessnatur.
Hessnatur produziert seit 30 Jahren Öko-Mode, nun hat sich das Unternehmen eine Frischzellenkur gegönnt und ist plötzlich auf vielen großen Mode-Events präsent.

Für die Markteroberung hat sich die Firma übrigens eine Ikone ins Boot geholt, die wir bisher mit allem in Verbindung gebracht haben – nur eben nicht mit einem Müsli-Image. Um so überraschender, dass uns Cameron Diaz mit ihrem frischen Lächeln, bekleidet mit einer wollweißen Bluse und einer Leinenhose von Hessnatur, vom Cover der US-Vogue anlacht.

Öko ist plötzlich schick. Nicht nur, weil das eigene Gewissen beruhigt wird, wenn wir Kleidung tragen, die nicht vor Chemie trieft und von Kinderhänden in Indien oder Pakistan genäht wird, sondern weil die Mode einfach tragbar und ausgefallen ist und auch jedem Qualitätsanspruch gerecht wird.

Darauf legt Wolf Lüdge, PR Chef bei Hessnatur besonderen Wert. In einem Gespräch mit der Welt sagte er zur geplanten Neueröffnung eines Hessnatur Ladens in Berlin : „Wenn der Berliner die Wahl hat zwischen einem schwarzen Pullover von Ralph Lauren und einem von Hessnatur, dann soll er sich für uns entscheiden, weil unser Pullover genauso gut aussieht, aber fair und umweltschonend produziert wird. “

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