Ist Mode Kunst?

by ekiah on 4. März 2011

Ein eindeutiges Ja.
Und allen, die da anderer Meinung sind – natürlich auch allen Interessierten, sei ein Ausflug in das Haus der Kunst in München empfohlen, wo seit heute und noch bis einschließlich 19.Juni 2011 die Ausstellung „Future Beauty, 30 Jahre japanische Mode“ zu bestaunen ist.

Ob die Kleidungsstücke, die dort ausgestellt sind, das Prädikat „tragbar“ erhalten, sei dahingestellt. Das ist auch nicht wichtig und vor allem, darum ging es den Designern auch nicht. Vielmehr hatten die Japanischen Designer wie Rei Kawakubo, Issey Miyake und Yohji Yamamoto Anfang der 1980er Jahre den Anspruch, die westlichen Vorstellungen von Schönheit rigeros in Frage zu stellen und die Mode von Grund auf neu zu definieren.
Herausgekommen sind teils futuristisch wirkende Kunstwerke, wie ein Kleid aus geschredderten Briefen, pompöse Schulterpolster und riesenhafte Kopfbedeckungen.

Rund 130 Kleidungsstücke zeigt die Ausstellung, die unter anderem vom Direktor des Kyoto Costume Instituts, Akiko Fukai, der Galerie-Chefin des Londoner Barbican Centre, Kate Bush und von Chris Dercon, dem Direktor des Hauses der Kunst kuratiert wird.

Aber es gibt übrigens nicht nur ausgefallene Mode-Modelle zu sehen. Neben Roben, Jacken und anderen Kleidungsstücken, die so extravagant sind, dass sie teilweise noch nicht einmal einen Namen haben, findet man in der Abteilung „Cooles Japan“ etwas Altvertrautes. Ein „Hello Kitty“-Shirt.

Neben der eigentlichen Ausstellung gibt es Filme von Modenschauen zu sehen, Kollektionskataloge zu bestaunen und weiteres Dokumentationsmaterial zum Anschauen.

Besuchen Sie Future Beauty und überzeugen Sie sich selbst vom japanischen Schönheitskonzepts des „Wabi-Sabi“, nach dem Schönheit in der Bescheidenheit und Unvollkommenheit zu finden ist.

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