Marc Jacobs – Luxus und Fetisch

by ekiah on 10. März 2011

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Die diesjährigen Pariser Prêt-à-Porter Schauen sind Geschichte. Nach unrühmlichen Entgleisungen des Star-Designers John Gallianos und dessen anschließendem Rauswurf bei Dior war die Stimmung natürlich etwas getrübt und insgesamt hätte der Glamour der Schauen weit mehr darunter gelitten, wäre nicht mit der Show von Louis Vuitton noch einmal ein absolutes Highlight an den Start gegangen.

Gezeigt wurde luxuriöse Fetisch-Mode. Und zwar wirklich vom Allerfeinsten. Dem Designer Marc Jacobs ist das Kunststück gelungen, Extravaganz und mädchenhaften Charme zu verbinden und das ohne, dass es ein einziges Mal billig oder bemüht wirkte.

Die Show war perfekt insziniert. Gezeigt wurden unterhalb des Knies endende A-förmige Röcke zu dunkelblauen schmalen Wollpullovern, Lackmiedergürtel und Offiziersjacken. Kostüme und Mäntel aus grobem Tweed und mit großen Knöpfen verziert gaben den Military Look an. Polizistenkappen, weiße Bubikrägen aus Lack, hohe Schnürstiefel und an Handschuhen mit Goldketten befestigte Schlenkertaschen ergänzten diese Mischung. und dann tauchten plötzlich wieder Models in mädchenhaften gemusterten Kleidern im 30er-Jahre-Schnitt auf. Insgesamt ein kleiner Skandal, der dann doch keiner war, weil die Mischung einfach schlichtweg überzeugte.

Am Ende der Schau gab es noch einen spektakulären Auftritt von Top-Model Kate Moss. Rauchend,  in Miederhose, Stiefeln und einem Oberteil aus durchbrochenem Leder mit Pomponärmeln flanierte sie über den Laufsteg. Aber sie war nicht das einzige Super-Model des Abends. Designer Marc Jacobs hatte mit Naomi Campbell, Stella Tennant und Amber Valletta noch drei weitere Best of Models an den Start geholt.

Insgesamt war die Schau ein voller Erfolg für das Haus Louis Vuitton und wird sicher den weiteren Höhenflug des Unternehmens unterstützen. Nach dem eher heimlichen Einstieg beim Konkurrenten Hermès, hat die weltweite Nummer eins der Luxus- Branche aktuell den italienischen Schmuck- und Uhrenhersteller Bulgari für geschätzt 3,7 Milliarden Euro erworben.

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