Heute tragen wir Salat

by ekiah on 11. März 2011

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Nein das ist kein Joke. Eher eine Aussicht auf das, was wir  in Zukunft tragen könnten. Vegane Mode. Nach Fair-Trade und Öko-Mode ist vegane Mode eine Nische, in der sich nach und nach einige Designer ansiedeln.

Denn eins steht fest. Immer mehr Menschen essen fleischlos. Einige verzichten gänzlich auf alles, was vom Tier kommt. Sie ernähren sich rein pflanzlich – also vegan. Und da das neben einer Frage des Geschmacks natürlich vor allem auch eine Lebenseinstellung ist, steigt eben auch der Bedarf an veganer Kleidung.

„Was ist denn so schlimm daran, Wolle zu tragen?“, werden Sie sich sicher fragen. Natürlich müssen die Schafe für unsere Pullover nicht sterben. Und trotzdem ist es so, dass sie speziell für die Wollproduktion gezüchtet werden. Und zwar so, dass sie eben besonders viel Wolle haben, was dem Tier nicht gerade gut bekommt. Obendrein produzieren Nutztiere nicht weitaus mehr CO2, auch der gesamte Produktionsprozess ist deutschlich umweltbelastender, als die Produktion von pflanzlichen Stoffen.

Wie gesagt – es ist letztendlich auch eine Einstellungsfrage. Am Ende wird das Kundeninteresse darüber entscheiden, ob vegane Mode wirklich im Handel besteht.
In Berlin haben sich die Designer-Schwestern Anja und Sandra Umann mit ihrer Marke „Umasan“ auf vegane Mode spezialisiert. Die Stoffe ihrer Kreationen bestehen aus  Sojaproteine, Hanf oder recyceltes Polyester.
Und wer nun glaubt, dass die Mode der Schwestern wie Kartoffelsäcke aussieht, der irrt gewaltig.
„Umasan“ präsentiert eine durchaus feminine, attraktive und tragbare Kollektion. Anja Umann  hat einige Zeit bei dem japanischen Stardesigner Yohji Yamamoto in Paris gearbeitet – das sieht man an den Schnitten und Formen der Kleidung.
Also – warum nicht mal ein Kleid aus Salat. Das wäre das absolute Gegenprogramm zum Fleischkleid von Lady Gaga.

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